der Verbund netBIB24. Angst vor Blut und Spritzen

Seitenbereiche:


Inhalt:

Menschen die unter einer Blut-Spritzen-Verletzungsphobie leiden haben extreme Furcht vor Blutabnahmen, Verletzungen, Injektionen und Impfungen. Häufig haben sie auch ganz allgemein Angst vor medizinischen Behandlungen und Angst vor dem Besuch eines Krankenhauses. Bei vielen Betroffenen kommt es in den entsprechenden Situationen zu einer Ohnmachtsreaktion, die sie als sehr belastend erleben. Aufgrund der Ängste vermeiden sie deshalb notwendige Blutabnahmen, medizinische Untersuchungen oder Krankenhausbesuche, was zu negativen Folgen für die eigene Gesundheit führen kann. Der Ratgeber beschreibt zunächst die Kennzeichen, Besonderheiten und Entstehungsfaktoren der Blut-Spritzen-Verletzungsphobie. Im Anschluss daran werden Möglichkeiten der Selbsthilfe aufgezeigt und es wird erläutert, welche Unterstützung eine psychotherapeutische Behandlung bieten kann. Es wird insbesondere auf die beiden Methoden der Angewandten Anspannung und Entspannung eingegangen, die sich als sehr hilfreich bei der Bewältigung der Blut-Spritzen-Verletzungsphobie erwiesen haben. Verschiedene Arbeitsblätter erleichtern die Umsetzung der beschriebenen Übungen, Angehörige finden zudem Hinweise, wie sie Betroffene unterstützen können.

Autor(en) Information:

Prof. Dr. Anne Schienle, geb. 1967. Seit 2006 Professur für Klinische Psychologie an der Universität Graz und Leitung der psychotherapeutischen Lehr- und Forschungsambulanz. Mag. Mag. Dr. Verena Leutgeb, geb. 1980. Seit 2007 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Psychologie der Universität Graz, Arbeitsbereich Klinische Psychologie.